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StIF / Weiterbildung /

 
 
 

Systemische Therapie

 

 

Ziel dieser Weiterbildung ist es, die TeilnehmerInnen zu befähigen, selbständig und kompetent mit EinzelklientInnen, Paaren, Familien und Teilfamilien systemisch-therapeutisch zu arbeiten.
Die gesamte Weiterbildung „Systemische Therapie“ erstreckt sich über vier Jahre und ist aufgeteilt in einen Grundkurs (eineinhalb Jahre) und einen Aufbaukurs (zweieinhalb Jahre). Sie ist berufsbegleitend konzipiert und entspricht – wie alle anderen vom StIF angebotenen Weiterbildungen auch – den Qualitätsrichtlinien
der Systemischen Gesellschaft (Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung).

 

Grundkurs

 

  • Wissenschaftstheoretische und epistemologische Positionen der Systemischen Therapie / Grundlagen der Systemtheorie, des Konstruktivismus und der Systemischen Therapie
  • Systemdiagnostische Modelle für die Beschreibung und Erklärung von Kommunikationsmustern und Beziehungsstrukturen / Grenzziehung, Subsysteme, Hierarchien, Koalitionen, Kommunikationsstile, Wirklichkeitskonstruktionen
  • Systemtypologie / Besonderheiten der Beziehungs- und Kommunikationsmusterbei unterschiedlichen klinischen Bildern
  • intra- und interindividuelle Verarbeitungsformen lebensgeschichtlicher, affektiver und kognitiver Beziehungserfahrungen
  • therapeutische Grundhaltungen / Neutralität, Allparteilichkeit, therapeutische Verantwortung und ihre Grenzen, Aktivität und Zurückhaltung, Respekt und Respektlosigkeit, Ressourcenorientierung
  • Systemische Gesprächsführung / Hypothesenbildung, zirkuläres Fragen, Informationsgewinnung und -erzeugung, hypothetische Fragen
  • Systemische Interventionsformen / Umdeutungen, positive Konnotationen, Metaphern, Geschichten, Rituale, Aufgaben, split messages, paradoxe Verschreibungen, reflecting team, Skulptur
  • Berücksichtigung kontextueller Gegebenheiten / Überweisungskontext,Zwangskontext, andere beteiligte Helfer, institutionelle, gesellschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen / Normen, Werte und Grenzen der TherapeutInnen 
  • Selbsterfahrung durch intensive Genogramm- und Skulpturarbeit / Anregung für TeilnehmerInnen, sich mit den Problemen, Konflikten, Rollen und Vermächtnissen aus ihren jeweiligen Herkunftsfamilien auseinanderzusetzen, um daraus neue Ideen und Handlungsmöglichkeiten für sich und ihre derzeitige Lebenssituation zu entwickeln
  • Eigenstudium der zu bearbeitenden Literatur in Studiengruppen
  • Hospitation bei sechs Therapiesitzungen unter live-Supervision eines Lehrtherapeuten / Heranführung der TeilnehmerInnen an die Therapie- und Beratungspraxis im Aufbaukurs Die theoretischen und praktischen Grundlagen der Systemischen Therapie werden mit Hilfe von praktischen Übungen, Rollenspielen,Demonstrationen und Analysen von Videobandmaterial sowie durch die Supervision von Fallbeispielen aus der Alltagspraxis der WeiterbildungsteilnehmerInnen vermittelt.

 

Aufnahmevoraussetzungen Grundkurs /

  • abgeschlossenes Hochschul-/Fachhochschulstudium, das für einen psychosozialen Beruf qualifiziert
  • zwei Jahre Berufserfahrung (mind. halbtags in einem therapeutischen/beraterischen Kontext)
  • Berufstätigkeit in diesem Kontext

Dauer / 18 Monate
Beginn / 11. April 2018
Bewerbung / bis 10. März 2018
Kurszeiten / mittwochs 9 – 12.30 Uhr oder 13.30 – 17 Uhr
TeilnehmerInnen / max. 18
Kosten / 185- € monatlich
Gebühr für Auswahlgespräch / 105,- €
Abschlussgebühr / 100,- €
Gesamtumfang / 412 WE/LE

 

Informationsabend / 24. Januar 2018 (Mittwoch) / 19.30 Uhr

 

Der Grundkurs ist auch von der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg
akkreditiert. Bei regelmäßiger Teilnahme erhalten die AbsolventInnen des
Grundkurses 300 Fortbildungspunkte.

 

Aufbaukurs


Im Aufbaukurs werden die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in die Praxis umgesetzt.

In kleinen Teams führen die TeilnehmerInnen unter der live-Supervision der LehrtherapeutInnen mindestens 60 Therapiesitzungen durch, wobei jeder Teilnehmer bei mindestens zehn Therapiesitzungen in direktem Kontakt mit den KlientInnen arbeitet und in weiteren 50 Therapiesitzungen mit unterschiedlichen Aufgaben aktiv am Therapieprozess mitwirkt.

Die Therapiesitzungen der jeweiligen Teams werden in den wöchentlich stattfindenden Gesamtgruppensitzungen inhaltlich vor- und nachbereitet sowie supervidiert. Zudem werden die therapeutischen und beraterischen Kompetenzen der TeilnehmerInnen durch die Analyse und Diskussion der DVD-Aufzeichnungen weiterentwickelt und verfeinert. Am Beispiel der behandelten KlientInnen werden zugleich die dort vorhandenen Kommunikations-, Beziehungs- und Interaktionsprobleme bzw. -muster theoretisch bearbeitet. Theorie und Praxis bilden so eine ständige Einheit.

In 30 Gruppensitzungen können die TeilnehmerInnen Problemfälle aus ihrer eigenen Praxis zur Supervision einbringen.

Während des Aufbaukurses nehmen die TeilnehmerInnen zudem an drei zweitägigen Seminaren mit GastdozentInnen sowie an zwei weiteren zweitägigen Selbsterfahrungsseminaren teil.

Ebenfalls Bestandteil des Aufbaukurses ist das Eigenstudium bezüglich der zu bearbeitenden Literatur in Studiengruppen.

 

Aufnahmevoraussetzungen Aufbaukurs /

  • abgeschlossenes Hochschul-/Fachhochschulstudium, das für einen psychosozialen Beruf qualifiziert
  • zwei Jahre Berufserfahrung (mind. halbtags in einem therapeutischen/beraterischen Kontext)
  • Berufstätigkeit in diesem Kontext
  • erfolgreiche Teilnahme am Grundkurs „Systemische Therapie“ oder am Grund- und Aufbaukurs „Systemische Beratung“ und eine Empfehlung der LehrtherapeutInnen (bei AußenbewerberInnen kann dieses Kriterium ersetzt werden durch den Nachweis einer inhaltlich und stundenmäßig vergleichbaren systemischen Weiterbildung an einem anderen Institut sowie herkunftsorientierter Selbsterfahrung)
  • Nachweis über sechs Hospitationen

Dauer / 30 Monate
Beginn / Oktober 2019
Kurszeiten / mittwochs 9.00 — 12.00 Uhr oder 13.30 — 16.30 Uhr
TeilnehmerInnen / max. 18
Kosten / 185,- € monatlich
Gebühr für Auswahlgespräch / 105,- € (nur bei AußenbewerberInnen)
Abschlussgebühr / 140,- €
Abschlussvoraussetzungen /

  • regelmäßige Teilnahme an allen ausgewiesenen Veranstaltungen
  • schriftliche Abschlussarbeit
  • Durchführung und Dokumentation von mind. 60 Therapiesitzungen
  • Nachweis über das Eigenstudium in Studiengruppen
  • erfolgreiche Teilnahme am Abschluss-Colloquium

Abschluss / Zertifikat „Systemische/r Therapeut/in„ (berechtigt zum Erwerb des

  Zertifikats „Systemische/r Therapeut/in SG„)

Leistungsumfang /

  • 2 zweitägige Selbsterfahrungsseminare (40 WE)
  • 3 zweitägige Seminare mit GastdozentInnen (50)
  • 100 dreistündige Gruppensitzungen, die wöchentlich stattfinden (300 WE), davon 6 Peergruppensitzungen
  • 120 zweistündige Therapiesitzungen (240 LE)
  • 50 LE Literatur-Eigenstudium in Kleingruppen
  • 1 Abschluss-Kolloquium (10 WE)

Gesamtumfang / 690 WE/LE

 
 

Leiter des Fachbereichs Systemische Therapie und Dozenten


Kellermann, Ingrid


Diplom-Pädagogin, Systemische Therapeutin (SG), Systemische Beraterin, Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (SG), Systemische Lehrtherapeutin (SG), Lehrende Supervisorin (SG), Lehrsupervisorin, Coach und Lehrcoach

 

Tätig als Therapeutin, Lehrtherapeutin, Supervisorin, Dozentin am StIF, Beraterin, Coach, Lehrender Coach

 

Angebot: Einzel-, Gruppen-, Team-, Leitung- und Lehrsupervision, Teamentwicklung, Konfliktmanagement

 

 

 

 

 


Bernd Roedel


Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Systemischer Therapeut (SG), Systemischer Lehrtherapeut (SG), Lehrender Supervisor (SG), Lehrsupervisor, Coach, Lehrender Coach (SG).

 

 

 

 

 


Anja Wilser


Dipl.-Pädagogin, Systemische Therapeutin (SG), Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (SG), Dozentin für Systemische Beratung (SG), Systemische Lehrtherapeutin (SG), Supervisorin, Lehrende Supervisorin (SG), Lehrsupervisorin.

 

 

 

 

   
 
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung,
Supervision und Systemisches Coaching e.V.

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