Zurück   Drucken

StIF / Weiterbildung /

 
 
 

Systemische Supervision

Aufbaukurs III

 

Der Aufbaukurs III – Systemische Supervision – wendet sich ausschließlich an diejenigen KollegInnen, die entweder am StIF oder an einem anderen Mitgliedsinstitut der Systemischen Gesellschaft (SG) einen Kurs in „Systemischer Therapie“ oder „Systemischer Beratung“ erfolgreich abgeschlossen haben und die langjährige Mitarbeiter oder Führungskräfte im psychosozialen Bereich sind.

 

Sie entspricht – wie alle anderen vom StIF angebotenen Weiterbildungen auch – den Qualitätsrichtlinien der Systemischen Gesellschaft (Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung).

 

 

Systemische Supervision betrachtet, reflektiert und berät Einzelne, Gruppen, Teams oder Organisationen in ihrem beruflichen Handeln immer kontextbezogen.

Dieser Kontext besteht aus miteinander kommunizierenden, interagierenden
und vernetzten sozialen Systemen und Systemebenen (Individuum, Team, Institution).
Weiter gehören zum Kontext implizite und explizite Erwartungen und Regeln, unterschiedliche Bewertungs- und Bemessungskategorien sowie verschiedene Realitätskonstruktionen; denn sie alle haben Aus- und Rückwirkungen auf das berufliche Handeln des Einzelnen und auf das Funktionieren der Institution.

In diesem Sinne ist Systemische Supervision ein Instrument zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit sowie zur Förderung und Unterstützung beruflicher und arbeitsbezogener personaler Entwicklungsprozesse.
In Krisen- und Konfliktsituationen bietet sie auf der Grundlage der Allparteilichkeit konstruktive Lösungen an, welche die Reibungsflächen vermindern und die Arbeitszufriedenheit erhöhen.

Systemische Supervision ist ziel- und lösungsorientiert.
Sie nutzt die vorhandenen Ressourcen und ist getragen von Wertschätzung und Respekt gegenüber den SupervisandInnen.

Ziel der Weiterbildung ist es, die TeilnehmerInnen zur Durchführungvon Einzel-, Gruppen-, Team- und Leitungs-Supervision zu befähigen.


Kursinhalte /

 

  • supervisorische Grundhaltungen / Allparteilichkeit, Ressourcenorientierung, Kontextorientierung, Respekt und Respektlosigkeit
  • systemische Interventionen in der Supervision
  • „Methodenkoffer“
  • Akquise / Präsentation, Selbstdarstellung, Kontrakt
  • Einzelsupervision /  typische Beziehungsmuster, schwierige „Beziehungseinladungen“, Einbeziehung mehrgenerationaler Aspekte
  • Gruppensupervision / systemisches Arbeiten mit Gruppen, Fallsupervision, systemisches Verständnis von Symptomen
  • Teamsupervision / Kontextanalyse (Organigramm), explizite und implizite Regeln, offene und verdeckte Rollen der Teammitglieder, Leitbilder und „Corporate Identity“, Konfliktmanagement im Team
  • Teamentwicklung / Prozesssteuerung und Prozessreflexion
  • Leitungssupervision / Führung systemisch betrachtet, Rollenidentität,
    Handeln in komplexen Srukturen
  • Selbsterfahrung / Eigen- und Fremdwahrnehmung, Reflexion der eigenen Rolle in Gruppen, Beziehungsgestaltung vor dem Hintergrund der Herkunftsfamilie, Teilnahme an einemTeamentwicklungsprozess

 

 

Praxis /

 

Während der Weiterbildung führen die TeilnehmerInnen mindestens drei Lernsupervisionsprozesse durch. Die TeilnehmerInnen suchen sich die Lernsupervisionen selbst.

Die Kontrolle der Lernsupervision erfolgt in der Lehrsupervision (Einzel u. Gruppenlehrsupervision). Die LehrsupervisorInnen werden aus dem Kreis der StIF-LehrsupervisorInnen ausgewählt.

Für die Lehrsupervision entstehen zusätzliche Kosten von ca. 1.350,- €. Diesen

Kosten stehen die eigenen Einnahmen aus den Lernsupervisionen gegenüber.


Aufnahmevoraussetzungen /

  • abgeschlossenes Hochschul-/Fachhochschulstudium
  • abgeschlossene Weiterbildung in „Systemischer Therapie“ oder „Systemischer Beratung„
  • fünf Jahre Berufspraxis (mindestens halbtags) nach Abschluss eines
    Studiums und nach dem Berufspraktikum
  • Teilnahme an mindestens 30 Supervisionssitzungen als Supervisand,
    davon ein Prozess in Einzelsupervision
  • Berufstätigkeit
  • in begründeten Einzelfällen sind Ausnahmen möglich

Dauer / 24 Monate
Beginn / 2. Oktober 2018   
Bewerbung / bis 10. September 2018
Kurszeiten / dienstags 15.00 – 18.00 Uhr sowie mehrere Blockseminare (Termine werden zu Beginn der Weiterbildung bekannt gegeben)

TeilnehmerInnen / max. 18
Kosten / 185,- € monatlich
Gebühr für Auswahlgespräch / 105,- € (entfällt bei AbsolventInnen des
Grund­kurses „Systemische Therapie“ und bei AbsolventInnen des Aufbaukurses „Systemische Beratung“ am StIF)

Abschlussgebühr / 140,- €
Abschlussvoraussetzungen /

  • erfolgreiche Teilnahme an allen ausgewiesenen Veranstaltungen
  • schriftliche Abschlussarbeit
  • Dokumentation und Auswertung der Lernsupervisionsprozesse sowie der Auswertung der Lehrsupervisionsprozesse
  • erfolgreiche Teilnahme am Abschluss-Kolloquium

Abschluss / Zertifikat „Systemische/r Supervisor/in“ (berechtigt zum Erwerb des Zertifikats „Systemische/r Superviso/in SG„)
Leistungsumfang /

  • 80 Gruppensitzungen à 3 Std. (240 Std.)
  • 7 Tage à 9 Std. (63 Std.)
  • 1 Abschluss-Kolloquium (9 Std.)
  • 30 Lernsupervisionssitzungen (ca. 50 Std.)
  • 15 Lehrsupervisionssitzungen (15 Std.)

Gesamtumfang / 565 LE

 

Infoabend / 10. Juli 2018 (Dienstag) / 19.30 Uhr 

 
 
 

 

LeiterIn des Fachbereichs Systemische Supervision und DozentIn


Anja Wilser


Dipl.-Pädagogin, Systemische Therapeutin (SG), Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (SG), Dozentin für Systemische Beratung (SG), Systemische Lehrtherapeutin (SG), Supervisorin, Lehrende Supervisorin (SG), Lehrsupervisorin.

 

 

 

 


Bernd Roedel


Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Systemischer Therapeut (SG), Systemischer Lehrtherapeut (SG), Lehrender Supervisor (SG), Lehrsupervisor, Coach, Lehrender Coach (SG).

 

 

 

 

 

   
 
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung,
Supervision und Systemisches Coaching e.V.

Zurück   Drucken   Nach oben