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Stierlin / Gerechtigkeit in nahen Beziehungen

Rezension zu : „Gerechtigkeit in machen Beziehungen. Systematisch-therapeutische Perspektiven„

 

Autor: Helm Stierlin 

Verlag: Carl-Auer-Verlag, Heidelberg (2005)

 

Rezensenten: Patricia Minzer-Schmid, Ulrike Kuhn, 2017

 

Helm Stierlin stellt in diesem Buch sein Konzept der Beziehungsgerechtigkeit vor. Er fragt nach den Bedingungen und Auswirkungen von als gerecht bzw. ungerecht empfundenen nahen Beziehungen. Und arbeitet heraus, wie systemisch- therapeutische Intervention bzw. der/ die TherapeutIn als BegleiterIn dazu beitragen können, dass eine Neuverrechnung von erfahrenen Verletzungen möglich werden kann. Das Buch scheint wie eine Zusammenfassung seines Lebenswerks und ist daher hoch komplex.


Bei seinem Konzept der Beziehungsgerechtigkeit greift Stierlin auf drei Konzepte zurück. Das Konzept der bezogenen Individuation und das des existenziell relevanten Zugehörigkeitssystems sind eigene Entwicklungen. Das Konzept des inneren Parlaments ist von Gunter Schmidt.


Die Konzepte insgesamt sind gute Möglichkeiten menschliche Beziehungen und das Gefühl der jeweils Beteiligten von Gerechtigkeit und Ausgleich darin zu betrachten. Ebenso kann das Konzept für die Therapie hilfreich sein, nach den Gerechtigkeits-prämissen der jeweiligen Klientinnen und Klienten gemeinsam zu suchen, diese aufzugreifen und mögliche Verrechnungsnotstände zu klären, zu mildern oder ganz aufzulösen.

   
 
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung,
Supervision und Systemisches Coaching e.V.

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